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Das europäische Haus wurde im Mai 2004 erweitert und ich freue mich, dass die Europäische Union einen richtigen Schritt in ein friedlicheres Europa getan hat. Die Früchte dieser Entscheidung werden unsere nachfolgenden Generationen ernten, in dem sie in einem Europa des Miteinanders aufwachsen und leben werden.
Der Binnenmarkt ist am 1. Mai 2004 um 75 Mio. Konsumenten gewachsen, mit dem Beitritt Bulgariens und Rumäniens werden es sogar 100 Mio. neue EU Bürger sein. Ich sehe in diesem Wachstum vor allem eine Chance für die Land- und Lebensmittelwirtschaft, die es gilt zu nutzen.
Ich halte die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) als den Schlüssel, um die zehn neuen Mitgliedstaaten aber auch die neuen Beitrittskandidaten an die Standards des EU-Binnenmarktes heranzuführen. Auch die an einem Beitritt interessierten Balkanstaaten kann die GAP eine essentielle Unterstützung auf ihrem Weg sein. Die neuen wie auch die künftigen Mitgliedsstaaten haben im Zuge des Beitrittsprozesses enorme Anstrengungen zur Modernisierung ihrer Verwaltung und beim Aufbau der Verarbeitungs- und Vermarktungsstruktur zu leisten.
Gerade die GAP schafft mit gezielten Förderprogrammen wie jene zur Entwicklung des ländlichen Raums, eine finanzielle wie fachliche Basis für diesen Entwicklungsprozess. Aber auch die Heranführungsmaßnahme SAPARD kommt in Bulgarien und Rumänien noch bis 2007 zum Einsatz und wird in südosteuropäischen Ländern wie Serbien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina demnächst eingeführt. Davon profitieren insbesondere die ländlichen Gebiete.
Die Land- und Lebensmittelwirtschaft hat in diesen künftigen EU-Mitgliedstaaten ein hohes wirtschaftliches Potential. Österreich hat zu diesen Staaten ein traditionell gutes Verhältnis und sollte diese günstige Stellung im Heranführungsprozess nutzen.
Der Austrian Agricultural Cluster (AAC) hat dabei eine wichtige Rolle. Seine jahrelange Erfahrung bei der Abwicklung von SAPARD Projekten, der Einsatz vor Ort sowie die Synergien machen den AAC zu einem kompetenten wie attraktiven Partner und einem gelungenen Beispiel für eine umfassende Zusammenarbeit in allen Bereichen der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion.
Ich wünsche dem Austrian Agricultural Cluster daher weiterhin so viel Erfolg mit seinen Tätigkeiten.
Josef Pröll, Vizekanzler
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